Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf

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Wissen zu Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf

Würmer sind die Ursachen für den Hautmaulwurf (Ancylostomiasis) und die Hakenwurmkrankheit (Larva migrans cutanea). Beide Krankheitsbilder haben ihren Ursprung in tropischen wie auch subtropischen Regionen.
  • Wer speziell in diesen Gebieten barfuß läuft, muss damit rechnen, dass Fadenwurmlarven durch die Fußsohle in den Körper eindringen. Sie bewegen sich bis zum Magen-Darm-Trakt und verhaken sich als Parasiten an den Schleimhäuten des Dünndarms.
  • Larven des Hautmaulwurfs finden sich in der Regel nur bei Schweinen, Hunden und Katzen, doch sind sie auch in der Lage, durch die Haut in den menschlichen Körper einzudringen. Dort sterben die Larven jedoch meist schnell ab.

Diagnose zu Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf

Die Larven des Hakenwurms lassen sich problemlos im Stuhl nachweisen. Sie werden entweder durch verunreinigtes Wasser aufgenommen oder sie bohren sich unbemerkt durch die Haut. Eine Infektion durch Fadenwurmlarven jedoch, wie sie beim Hautmaulwurf vorkommen, sind aufgrund der fadenförmigen Gänge unter der Hautoberfläche mit bloßem Auge zu erkennen. Es zeigt sich hier eine rote Erhebung auf der Hautoberfläche, die auch leicht jucken kann.

Symptome

Wird ein Mensch von der Hakenwurmkrankheit befallen, sind auf der Hautoberfläche kaum Eintrittsstellen zu erkennen, weil sich die Larven schnell fortbewegen. In einigen Fällen wandern die Larven der Hakenwürmer bis zur Lunge und führen zu einem starken Reizhusten. Bis zu vier Wochen nach der Infektion durch den Hakenwurm kann es zu weiteren Beschwerden kommen.

Dazu gehören unter anderem:
  • Blähungen im Zusammenhang mit blutigen Durchfällen
  • Appetitlosigkeit
  • Anzeichen einer Bronchitis.
Anders äußert sich der Befall durch den Hautmaulwurf. An der Eintrittsstelle wird eine gerötete und juckende Erhebung sichtbar, wie auch rötliche und gewundene Gänge, die mehrere Zentimeter lang sein können. Der Befall ist optisch schnell zu lokalisieren. Wird nicht zeitnah mit einer Behandlung begonnen, kann die Wanderung der Larven mehrere Wochen dauern, bevor sie von selbst absterben.

Behandlung zu Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf

Eine Infektion mit der Hakenwurmkrankheit kann mit herkömmlichen Antiwurmmitteln problemlos behandelt werden. Der Wurm wird schnell abgetötet und auch Begleiterscheinungen wie Durchfall sind zügig mit entsprechenden Mitteln zu behandeln. Der Hautmaulwurf, dessen Larven sich direkt unter der Hautoberfläche befinden, kann ebenso effektiv behandelt werden. Wahlweise stehen zwei Möglichkeiten, orientiert an der Lage der Larven, zur Verfügung. Gegenmittel können in Form von Medikamenten eingenommen oder als Antiwurmpräparat in Salbenform aufgetragen werden. Cremes mit juckreizstillenden Wirkstoffen helfen gegen den meist stark auftretenden Juckreiz.

Prognose

Das A und O bei der Behandlung ist das schnelle Erkennen und Reagieren. Während eine Infektion durch den Hautmaulwurf kaum zu Komplikationen führt, kann die Hakenwurmkrankheit vorübergehend zu einer Blutarmut (Anämie) führen. Die Würmer saugen Blut und leidet der Betroffene unter einem starken Befall, können insbesondere ältere Menschen und Kinder durch den Blutverlust sterben, sofern nicht zeitnah eine gezielte Behandlung einsetzt. Starke Leibschmerzen können die Folge von zerstörten Darmzotten sein, die nicht selten im Zusammenhang mit einer Hakenwurmkrankheit auftreten.

Selbsthilfe zu Hakenwurmkrankheit und Hautmaulwurf

Wer sich in tropischem oder subtropischem Gebiet aufhält, muss nur einige wichtige Regeln beachten, um sich effektiv gegen die Hakenwurmkrankheit oder den Hautmaulwurf zu schützen:

  • Sind Strände und Erdboden mit Kot verschmutzt, sollte das Barfußlaufen unterbleiben.
  • Festes Schuhwerk gehört in jedem Fall ins Reisegepäck, um das Eindringen von Fadenwürmern zu vermeiden.
Autor: Albrecht-Sierleja, Astrid21.07.2015

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