Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

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Wissen zu COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

COPD ist die Abkürzung für Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Dabei handelt es sich um eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit verengten Bronchien einhergeht. Sie besteht dauerhaft und ist mit Bronchien erweiternden Medikamenten nur begrenzt beeinflussbar.

Die Verengung kommt durch verschiedene Mechanismen zustande:
  • Die Bronchialmuskulatur verkrampft sich.
  • Die Schleimhaut der Bronchien schwillt an.
  • Die dauerhafte Entzündung veranlasst Drüsenzellen zu einer gesteigerten Sekretproduktion.
Die COPD ist auf eine chronische Bronchitis zurückzuführen. Die COPD kann mit einem Lungenemphysem einhergehen. Dabei sind die Lungenbläschen überbläht und der Gasaustausch ist gestört. Sie hat sich zur Volkskrankheit entwickelt. 15 bis 20 Prozent der Raucher über 40 Jahre sind davon betroffen. Während früher vermehrt Männer an COPD litten, sind es heute zunehmend auch Frauen. Betroffene leiden unter Atemnot, Husten mit Auswurf und einer Leistungsminderung. In fortgeschrittenen Stadien ist die Lebensqualität stark eingeschränkt.

Ursachen

Hauptursache für die COPD ist das Rauchen. 90 Prozent der Fälle machen Raucher oder ehemalige Raucher aus. Entsprechend selten sind andere Ursachen wie Gase, Stäube, sonstige Schadstoffe in der Luft sowie Lungenvorerkrankungen für die Erkrankung verantwortlich. Das Erkrankungsrisiko hängt maßgeblich mit der Dauer des Rauchens und der Menge der konsumierten Zigaretten zusammen.

Diagnose zu COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Die frühe Diagnose der COPD ist sehr wichtig, um die Erkrankung aufzuhalten. Der Arzt erfragt neben den Beschwerden das Rauchverhalten. In einer körperlichen Untersuchung hört der Arzt die Lunge ab und beklopft den Brustkorb. Atemgeräusche können hörbar sein. Es folgt eine Untersuchung der Lungenfunktion mit der Spirometrie. Einschränkungen der Atmung lassen sich erkennen. Eine Blutuntersuchung mit Prüfung der Blutgase gibt Auskunft über die Sauerstoffversorgung des Patienten sowie mögliche Entzündungen. Um andere Ursachen auszuschließen, wird eine Röntgenaufnahme der Lunge angefertigt. Zusätzlich ist häufig eine Untersuchung des Herzens notwendig, da Herzkrankheiten nicht nur ähnliche Symptome verursachen, sondern die COPD auch das Herz schädigt.

Symptome

Drei Hauptbeschwerden kennzeichnen die COPD:

  • Husten: Der Husten ist in den Morgenstunden nach dem Schlaf am stärksten. Das sich in der Nacht angesammelte Sekret muss abgehustet werden.
  • Auswurf: zäher Schleim, der sich schwer abhusten lässt. Der Auswurf hat mit der Zeit zugenommen.
  • Atemnot: Zu Beginn besteht bei körperlicher Belastung Luftnot, in fortgeschrittenen Stadien auch in Ruhephasen.
Schreitet die Krankheit fort, kommt es zu Leistungseinbußen, die im Spätstadium auch leichte Tätigkeiten fast unmöglich machen. Typischerweise kommt es im Laufe der Erkrankung immer wieder zu akuten Verschlechterungen der Symptomatik. Ursache sind oft Infektionen der Atemwege. Langfristig führt die COPD zu einer Herzschädigung (Rechtsherzinsuffizienz).

Behandlung zu COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Ziel der Behandlung ist es, die Erkrankung aufzuhalten und die Beschwerden zu lindern. Akute Verschlechterungen gilt es zu verhindern, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern. Oberste Priorität hat das Ausschalten der Ursache. Die meisten Betroffenen sind also angehalten, das Rauchen einzustellen.
Zudem werden Medikamente eingesetzt:

  • Bronchien erweiternde Medikamente
  • entzündungshemmendes Kortison.
Bei akuten Verschlechterungen durch Infekte kommen möglicherweise Antibiotika zum Einsatz. Auch sind Impfungen gegen Grippe- und Pneumokokkeninfektionen empfohlen. Weitere mögliche Behandlungen sind eine Inhalationstherapie und Atemtherapie.

Prognose

Bei früher Diagnose und Rauchstopp kann das Fortschreiten der COPD aufgehalten werden. Schäden an der Lunge oder am Herzen lassen sich jedoch nicht rückgängig machen. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen sind wichtig, um den Verlauf der Erkrankung zu beobachten.

Selbsthilfe zu COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Die beste Vorbeugung der COPD heißt: nicht rauchen. Aber auch bei schon bestehender Krankheit kann man seinen Gesundheitszustand positiv beeinflussen:
  • körperliches Training und Physiotherapie: Gehtraining und Ausdauertraining verbessern die körperliche Belastbarkeit.
  • Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken beugen Infektionen vor.
  • Patientenschulungen informieren Betroffene über den Umgang mit der COPD.
  • gesunde Ernährung.

Daten/Fakten zu COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Weltweit leiden circa 44 Millionen Menschen an einer COPD. 15 bis 20 Prozent der Raucher über 40 Jahre sind betroffen, das sind insgesamt über zehn Prozent der Bevölkerung. Mit steigendem Alter nimmt die Häufigkeit zu. COPD ist unter den Lungenerkrankungen die Hauptursache für Arbeitsausfälle und häufiger Todesursache als der Herzinfarkt.

Links zu COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Patientenleitlinie Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung COPD
http://www.copd.versorgungsleitlinien.de

COPD-Deutschland e. V.
Fabrikstrasse 33
47119 Duisburg
Tel: 0203 - 71 88 742
Fax: 0203 - 71 88 743
http://www.copd-deutschland.de

Deutsche Atemwegsliga e. V.
Im Prinzenpalais: Burgstr. 12
33175 Bad Lippspringe
Tel: 05252 – 933 615
Fax: 05252 – 933 616
http://www. atemwegsliga.de
Autor: Hofmann, Julia18.04.2016

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