Bindehautentzündung

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Wissen zu Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Eine Bindehautentzündung oder Konjunktivitis macht sich durch gerötete, brennende Augen bemerkbar. Die Bindehaut bedeckt die inneren Augenlider und die weiße Lederhaut mit einer dünnen Haut und schützt sie so vor äußeren Einflüssen. Darüber hinaus übernimmt die Bindehaut eine wichtige Funktion bei der Immunabwehr. Äußere Umwelteinflüsse sind einige der Ursachen für eine Bindehautentzündung. Wenn Staubpartikel, Zugluft oder eine Klimaanlage Einfluss auf die Bindehaut nehmen, kann es zu unterschiedlichen Auswirkungen wie Tränenfluss, Entzündungen und Rötungen kommen. Die Folge kann eine Bindehautentzündung (Konkunktivitis) sein, die unbehandelt zu bleibenden Augenschäden führen kann.  

Ursachen

  • unterschiedliche Umwelteinflüsse: Bei der unspezifischen Konjunktivitis sind die Auslöser der Bindehautentzündung äußere Reize wie UV-Licht, Staub, Hitze, Kälte und auch Rauchentwicklungen. Rötungen und Entzündungen gehören zu den signifikanten Symptomen einer Konjunktivitis, die plötzlich auftreten oder einen chronischen Krankheitsverlauf nehmen kann.
  • Allergie: Am weitaus häufigsten ist die durch allergische Reaktionen ausgelöste Konjunktivitis. Besonders Heuschnupfen, ausgelöst durch Baum-, Blüten- oder Gräserpollen führt zu stark geschwollener und geröteter Bindehaut.
  • ekzematisch: Die ekzematische Bindehautentzündung entsteht durch ein klassisches Kontaktekzem der Augenlider, das auf die Bindehaut übergreifen kann. Konservierungs- oder Farbstoffe von Lidschatten, Mascara oder Kajal können zu den Verursachern gehören. Pflastersteinartige Bindehautwucherungen sind die äußeren Erscheinungsbilder der Frühjahrskonjunktivitis und einer Riesenpapillenkonjunktivitis. Beide Formen sind auf allergische Reaktionen zurückzuführen, die unter anderem durch das Tragen von Kontaktlinsen entstehen können.
  • toxisch: Therapeutisch aufwendig ist die toxisch ausgelöste Bindehautentzündung, häufig die Folge einer Überreaktion auf Konservierungsmitteln in Augensalben und Augentropfen. In diesen Bereich fällt auch die Raupenhaarkonjunktivitis (Conjunctivitis nodosa). Die mit Widerhaken ausgestatteten Härchen dringen ins Auge und werden von Entzündungszellen eingekapselt. Auf diese Weise können gefährliche Pseudotrachome entstehen, die unbehandelt zur Erblindung führen können.

Diagnose zu Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Treten Symptome für eine Bindehautentzündung auf, können auch andere Krankheiten zu den Auslösern gehören. Eine Kontrolle der Augen und Lider gibt erste Hinweise auf entzündliche Prozesse. Häufig wird zur Diagnose eine Spaltlampe benutzt, um das Auge vergrößert darzustellen. Ein Abstrich von der Bindehaut kann helfen, mögliche Erreger zu lokalisieren. Parallel dazu kann der Fachmann auch an der Art der Rötung erkennen, ob es sich um eine bakterielle Entzündung oder einen viralen Infekt handelt, um gezielte Maßnahmen zu ergreifen.

Symptome

Zu den klassischen Anzeichen einer Bindehautentzündung gehören gerötete Augen, die ein Sekret absondern. Dieses führt insbesondere morgens zu verklebten Augen und einer angeschwollenen Bindehaut. Handelt es sich um eine Bindehautentzündung, die allergisch bedingt ist, wird die Rötung durch einen starken Juckreiz begleitet. Mit speziellen Untersuchungen und Tests kann der Fachmann Allergene wie Pollen diagnostizieren. An eitrigen Ausflüssen lässt sich eine bakterielle Bindehautentzündung erkennen. Beide Augen können betroffen sein und in schweren Fällen kommt es sogar zu einer brennenden Schorfbildung am Unterlid.

Behandlung zu Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Die Ursache einer Bindehautentzündung ist ausschlaggebend für die Behandlungsform:
  • Ist eine bakterielle Infektion als Auslöser für die Entzündung nachzuweisen, werden in der Regel Antibiotika in Tropfen- oder Salbenform verabreicht. Auf diese Weise werden die Erreger abgetötet, sofern die Anwendungsdauer beachtet wird.
  • Liegt ein Befund vor, der auf einer Herpes-Konjunktivitis beruht, helfen konventionelle Mittel gegen Herpesviren weiter.
  • Bei einer allergisch bedingten Bindehautentzündung lindern Antihistaminika die Beschwerden, weil die Inhaltsstoffe eine allergische Reaktion abschwächen.
  • Die Bindehautentzündung, die durch trockene Augen hervorgerufen wird, kann durch das Eingeben von künstlichen Tränen in den Bindehautsack gelindert werden. Denn diese speziellen Tropfen enthalten Substanzen, die für einen Film auf dem Auge sorgen und somit die wichtige Befeuchtung gewährleisten.
  • Ist eine Bindehautentzündung die Folge einer viral bedingten Entzündung, die mit einer herkömmlichen Erkältung einhergeht, wird in der Regel auf eine medikamentöse Behandlung verzichtet.

Prognose

Nach wenigen Behandlungstagen verschwindet eine bakterielle Bindehautentzündung, sofern sich keine anderen Begleiterscheinungen einstellen. Liegt der Entzündung eine Herpesinfektion zugrunde, muss mit einem erneuten Ausbruch der Erkrankung gerechnet werden, der sich beliebig oft wiederholen kann.
In ungünstigen Fällen kann eine bakterielle Infektion zur eigentlich auslösenden viralen Infektion hinzukommen und dazu beitragen, dass durch diese sogenannte Superinfektion das Sehvermögen stark beeinträchtigt wird.

Selbsthilfe zu Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Kamille gehört in jeder Form zu den wirksamen Hausmitteln, doch Kamillenzubereitungen können unter ungünstigen Bedingungen zu Allergien am Auge führen. Einen wichtigeren Stellenwert nimmt die kontinuierliche Hygiene ein. Dazu gehört ein einfaches wie auch wirksames Vorgehen: regelmäßiges Händewaschen. Seife sollte immer dazugehören und in Mehrpersonenhaushalten muss jedes Familienmitglied einen eigenen Waschlappen und ein eigenes Handtuch benutzen, um eine Übertragung von Infektionen zu verhindern. Wird eine Bindehautentzündung durch Allergien hervorgerufen, ist es ratsam, den Kontakt mit den Allergie auslösenden Stoffen zu meiden.

Links zu Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

Dennis M. Goczol
Ulmenstraße 10
90443 Nürnberg
Deutschland
Mail: info@bindehautentzuendung.info
http://www.bindehautentzuendung.info/
Autor: Weinhold, Jörg22.03.2016

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