Augenzittern (Nystagmus)

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Wissen zu Augenzittern (Nystagmus)

Als Nystagmus wird ein unwillkürliches rhythmisches Zittern der Augen in der Horizontalen beschrieben. Er kann ohne Krankheitswert auftreten (physiologisch), aber auch als Symptom einer Krankheit vorkommen (pathologisch). Der physiologische Nystagmus tritt auf, wenn bei einer Zugfahrt ein Objekt im Vorbeifahren fixiert wird. Sobald die maximale Auslenkung des Auges erreicht ist, wird das Auge ruckartig zurückbewegt. Tritt ein Nystagmus in Ruhe auf, ist er meist krankhaft. Oft sind die Augenzuckungen so schwach, dass sie nur mithilfe von Provokationstests auslösbar sind.

Ursachen

Zu beachten ist, dass der pathologische Nystagmus lediglich ein Symptom ist, dessen Ursache sehr vielfältig sein kann. Dies kann eine Störung des Gleichgewichtsorgans oder des Innenohres sein, welche oft mit Schwindelanfällen verbunden ist. Weitere Gründe sind eine Schädigung des Hör- und Gleichgewichtsnervs, des Gehirns selbst (Epilepsie, Schlaganfall) oder die Einnahme von Drogen wie zum Beispiel Ecstasy.

Diagnose zu Augenzittern (Nystagmus)

Der Nystagmus wird mit der sogenannten "Frenzelbrille" beschrieben. Dabei wird das Auge für den Untersucher erheblich vergrößert, sodass der Behandler auch geringere Ausschläge des Auges wahrnehmen und beschreiben kann.
Außerdem wird die Elektrookulografie eingesetzt. Hierbei werden die Veränderungen der Aktivität der Augenmuskeln registriert und daraus kann auf die Augenbewegung geschlossen werden. Richtungsweisend zum Ort der Schädigung können dabei die Schlagrichtung, die Frequenz und die Amplitude des Nystagmus sein.

Thermische Prüfung
Hierbei wird das Gleichgewichtsorgan mit kaltem und warmen Wasser gespült. Durch die Dichteänderung der Innenohr-Flüssigkeit kommt es zum Nystagmus.

Drehstuhltest
Die zu untersuchende Person wird auf einem Drehstuhl in Rotation versetzt. Während der Drehung bewegen sich die Augen entgegengesetzt zur Rotationsrichtung, um einen Punkt fixieren zu können. Die schnellen Rückstellbewegungen erfolgen mit der Drehrichtung (physiologischer Nystagmus). Wenn die Rotation gestoppt wird, entsteht ein kompensatorischer Nystagmus zur entgegengesetzten Richtung. Durch die zwei oben genannten Verfahren kann ein offensichtlicher Nystagmus bewertet und ein unterschwelliger Nystagmus provoziert und diagnostiziert werden.

Behandlung zu Augenzittern (Nystagmus)

Bei der Therapie steht vor allem die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache im Vordergrund. Die Bestrebungen liegen ferner darin, die Sehschärfe zu verbessern. Dies kann zum Beispiel durch Brillen mit Prismengläsern realisiert werden. In kleineren Studien konnten auch die Medikamente "Gabapentin" und "Memantin" zu positiven Ergebnissen bei der Behandlung führen.

Links zu Augenzittern (Nystagmus)

Deutsches Forum Nystagmus
Gabriele Hartmann
Im Pertiwinkel 7
37671 Höxter
http://www.Nystagmus.de




Autor: Börge, Bastian16.03.2016

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