Altersflecken und Sonnenflecken

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Wissen zu Alters- und Sonnenflecken (Lentigines)

Sonnen- und Altersflecken sind dunkler als die übrige Haut pigmentiert und kommen besonders an Hautstellen vor, die häufig dem Licht ausgesetzt sind. Dies sind vor allem Gesicht, Handrücken und Unterarme. Aber auch an anderen Stellen des Körpers entstehen Altersflecken, wenn sie vermehrt der Sonne ausgesetzt waren. Betroffen sind meist ältere Menschen, deshalb heißen die Flecken auch Lentiges senilis. Dennoch entwickeln auch jüngere Menschen solche Hyperpigmentierungen und Frauen häufiger als Männer. Bei den Flecken handelt es sich um harmlose Körpermale, die sich nicht zu Krebs entwickeln. Dennoch empfinden viele Menschen sie als kosmetisch störend. Manchmal lassen sich die Flecken nicht so leicht von gefährlichen Hautveränderungen unterscheiden, die mit Hautkrebs in Verbindung stehen. Deshalb sollte jede neue Hautveränderung oder die Veränderung eines Körpermals medizinisch abgeklärt werden.
Bei jüngeren Menschen gelten die Flecken als Zeichen der vorzeitigen Hautalterung. Betroffene haben sich Jahre und Jahrzehnte oft ungeschützt der Sonne ausgesetzt. Zudem sind hellere Hauttypen für Altersflecken gefährdeter, denn ihre Haut ist gegenüber UV-Strahlen besonders empfindlich. Der beste Schutz vor diesen Hautveränderungen ist der Sonnenschutz.

Ursachen

Sonnenlicht beziehungsweise UV-Strahlung ist dafür verantwortlich, dass Hautzellen das Hautpigment Melanin bilden, das vor einem tieferen Hautschaden schützt. Melanin ist auch für die häufig als attraktiv empfundene Braunfärbung der Haut nach Sonneneinstrahlung verantwortlich. Wirkt UV-Strahlung chronisch ein, verdickt sich die Oberhaut nicht nur, sondern lagert gebietsweise auch dauerhaft mehr Melanin ein.

Die Neigung zu Altersflecken wird durch verschiedene Faktoren gefördert:
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Erbliche Veranlagung.

Diagnose zu Alters- und Sonnenflecken (Lentigines)

Mit einer Vergrößerungslampe, dem Auflichtmikroskop, können die Haut- und Körpermale beurteilt und harmlose Altersflecken von gefährlichen Hautveränderungen unterschieden werden. Die in der Dermatoskopie verdächtigen Hautveränderungen müssen möglicherweise näher untersucht werden. Dafür wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen, um diese feingeweblich prüfen zu lassen.

Symptome

Altersflecken verursachen keine Beschwerden, werden jedoch oft als kosmetisch störend empfunden, vor allem wenn sie in Gesicht und Dekolleté vorkommen.
Die Flecken unterscheiden sich in ihrer
  • Form (rundlich, oval, gezackte Ränder)
  • Größe (Millimeter bis Zentimeter)
  • Farbe (Pigmentierung: gelblich, bräunlich, dunkelbraun).
Im Winter verblassen die Flecken ein wenig.

Behandlung zu Alters- und Sonnenflecken (Lentigines)

Altersflecken müssen aus medizinischer Sicht nicht behandelt werden. Empfindet ein Betroffener sie jedoch als kosmetisch störend, kann er die Flecken entweder mit einer Laserbehandlung entfernen lassen oder aber Bleichcremes benutzen, die für eine Aufhellung der Flecken sorgen. Zudem ist eine Peelingbehandlung mit chemischen Substanzen möglich. Weitere Möglichkeiten sind das Abschleifen
(Abrasio) der obersten Hautschicht sowie eine Vereisung (Kryotherapie) der betroffenen Hautstelle.

Prognose

Altersflecken sind ungefährlich, sodass keine Folgeerkrankungen zu befürchten sind. Wichtig ist aber das Ausschließen einer gefährlichen Hautveränderung, die entfernt werden muss. Wurden Altersflecken entfernt, kann eine Neubildung nur verhindert werden, wenn der Sonnenschutz ausreichend ist. Auch nach Behandlungen dürfen Betroffene eine geraume Zeit nicht in die Sonne gehen, da die "neue" Haut jetzt noch empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert und mehrere Wochen oder Monate zu Pigmenteinlagerungen neigt.

Selbsthilfe zu Alters- und Sonnenflecken (Lentigines)

Die beste Vorbeugung vor Lichtschäden an der Haut wie Altersflecken und Falten, aber auch Hautkrebs ist das Meiden der Sonne. Auch Solariumbesuche schaden der Haut. Ist Sonneneinstrahlung nicht zu vermeiden, muss die Haut ausreichend geschützt werden.

Zum Sonnenschutz nötig sind:
  • Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor, wirksam gegen UV-A- und UV-B-Strahlung
  • bedeckende Kleidung
  • Kopfschutz
  • Augenschutz (Sonnenbrille).
Besonders Kinder müssen vor der Sonne geschützt werden, denn ihre Haut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlen. Bei Sonnenbrand drohen spätere Hautschäden, denn die Haut "merkt" sich die UV-Dosis, die sie während des Lebens erhalten hat.

Daten/Fakten zu Alters- und Sonnenflecken (Lentigines)

Altersflecken kommen bei fast allen Menschen über 70 Jahren vor. Die biologische Hautalterung beginnt jedoch wesentlich früher, bei Frauen bereits im Alter zwischen etwa 25 und 30 Jahren, bei Männern etwas später. Altersbedingte Hautveränderungen lassen sich meist bereits etwa ab einem Alter von 40 Jahren feststellen, bei Menschen mit erhöhter Sonnenbelastung jedoch auch früher.

Links zu Alters- und Sonnenflecken (Lentigines)

Internationale Gesellschaft für ästhetische Medizin e. V. (IGÄM e.V.)
Feldstraße 80
40479 Düsseldorf
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Fax: 0211 - 169 70 66
Mail: sekretariat@igaem.de
http://www.igaem-online.de
Autor: Hofmann, Julia07.03.2016

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