Kopflupe

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Methode zu Kopflupe

Kopflupen für freihändiges Arbeiten

Kopflupen, oder auch Brillenvorsetzlupen, werden mit einer Klemmvorrichtung an der bereits vorhandenen Brille befestigt. Sehbehinderte Menschen, die sonst keine Brille tragen, können spezielle Brillenfassungen dazu kaufen. Wer eine Kopflupe nutzt, hat beide Hände frei, etwa zum Schreiben, Basteln oder Malen. Sie ermöglicht allerdings nur relativ geringe Vergrößerungen - mit beiden Augen bis 3-fach, einäugig bis 6-fach. Auch der Arbeitsabstand ist mit 5 cm bis 20 cm relativ gering. Je nach Tätigkeit können Lupen mit unterschiedlicher Stärke vor die Brille geklemmt werden. Das macht die Kopflupe zu einem sehr flexiblen Hilfsmittel.

Merkmale einer guten Kopflupe

  • Die Klemmvorrichtung ist leicht zu bedienen
  • Die Lupe sitzt fest und sicher an der Brille
  • Die Lupe lässt sich vor den Augen justieren
  • Der Seheindruck ist deutlich, ohne Verzeichnungen
  • Die Halterung ist so beschaffen, dass sie die Brillengläser nicht verkratzt (keine scharfen Kanten)
  • Der Kunststoffaufsatz verfügt über eine Hartschicht, die gegen Kratzer schützt.

Fernrohrlupen als Kopflupen

Für Menschen mit hohen Ansprüchen an eine Vergrößerung wie Ärzte, Uhrmacher, aber auch Hobby-Modellbauer gibt es spezielle Kopflupen: Durch die Kombination von Fernrohr und Lupe werden Vergrößerungen bis 20-fach für die Nähe erreicht.
Diese Fernrohrlupenaufsätze helfen, beim Arbeiten eine ergonomische und bequeme Sitzposition einzunehmen. Der Arbeitsabstand lässt sich individuell einstellen. Auch die Neigung der Linse kann je nach benötigtem Blickwinkel variiert werden. Mit Hilfe der "Flip-up"-Funktion lässt sich die Kopflupe bei Bedarf einfach hochklappen, sodass der Blick fortan wieder ausschließlich durch die Brille fällt.

Alternativen zu Kopflupe

Kopflupen mit variablem Arbeitsabstand

Bei der Auswahl einer Kopflupe ist es wichtig, den passenden Arbeitsabstand zu wählen, also die Entfernung zwischen Augen und Arbeitsfeld. Nur so lässt sich eine angenehme Körperhaltung beim Arbeiten erreichen. Der Kopf sollte nicht mehr als 25 Grad geneigt sein, um Nacken- und Rückenproblemen vorzubeugen. Hier eignen sich Lupen besonders, bei denen sich der Neigungswinkel entsprechend der Tätigkeit einstellen lässt. So kann man die Sehachse nach unten lenken, ohne den Kopf stark zu beugen. Wichtig: Nicht die gewohnte gekrümmte Körperhaltung sollte als Anhaltspunkt dienen, sondern eine ergonomische Steh- oder Sitzposition.

Kosten zu Kopflupe

Die Kosten für eine Kopflupe können von den Gesetzlichen Krankenkassen ganz oder teilweise übernommen werden, wenn eine entsprechende Verordnung vom Augenarzt vorliegt. Private Krankenkassen haben oft Verträge mit bestimmten Herstellern. Hier gilt: bei der jeweiligen Krankenkasse nachfragen.

Links zu Kopflupe

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
http://www.dbsv.org/startseite/


Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie (WVAO)
http://www.wvao.de
Autor: Thiede, Katja18.09.2015

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