Filtergläser, Blendschutz und Sonnenschutz

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Methode zu Filtergläser, Blend- und Sonnenschutz

Sonnenschutz

Getönte Filtergläser, wie sie eine Sonnebrille hat, schützen die Augen vor Blendung durch das helle Sonnenlicht sowie vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Doch Sonnenbrille ist nicht gleich Sonnenbrille. Je nachdem, zu welchem Anlass sie getragen wird, variieren die Anforderungen an die Gläser.

Blendschutz

Zu viel Licht überfordert das Auge. Zwar hilft sich das empfindliche Sinnesorgan zum Teil selbst, indem sich die Pupille bei zu hoher Lichtintensität zusammenzieht, doch das allein reicht meist nicht aus.
Hier kommen die getönten Gläser der Sonnenbrille zum Einsatz. Je nach Tönung filtern sie das Licht unterschiedlich stark. Der Fachmann unterscheidet verschiedene Blendschutzkategorien, von 0 für sehr hell getönte Gläser bis 4 für sehr dunkle. Bei der Wahl der Glasfarbe gilt: Braun oder grau getönte Gläser verändern den Farbeindruck am wenigsten. Sie eignen sich daher hervorragend für den Straßenverkehr. Gelbe oder rote Tönungen sorgen für verstärkte Kontraste, was sie vor allem für Rad- oder Skifahrer interessant macht, verfälschen aber die Farben. Wieviel Licht die Gläser letztendlich zurückhalten, ist allein am Tönungsgrad nicht mit hundertprozentiger Sicherheit zu erkennen. Für eine verlässliche Einschätzung sollte eine Fachperson zu Rate gezogen werden.
Zudem sagt die Intensität der Glastönung nichts über den UV-Schutz aus. So machen dunkle Gläser das grelle Sonnenlicht zwar erträglicher, was aber nicht automatisch bedeutet, dass sie auch ausreichend vor den unsichtbaren UV-Strahlen schützen.

UV-Schutz

Die wichtigste Aufgabe von Filtergläsern ist der Schutz vor den ultravioletten (UV-) Strahlen der Sonne. Diese können Binde- und Hornhaut des Auges reizen und einen schmerzhaften "Augensonnenbrand" verursachen. Wie hell die Sonne scheint, ist nicht zwangsläufig ein Indiz dafür, wieviel UV-Licht an die Augen gelangt. Auch bei wolkigem Himmel kann die Belastung hoch sein. Besondere Vorsicht ist beim Aufenthalt im und am Wasser und in den Bergen geboten. Denn Wasser, Sand und Schnee reflektieren einen Großteil der UV-Strahlung, sodass diese auch von unten auf die Augen trifft. Sind die empfindlichen Sinnesorgane ihr zu lange ausgesetzt, drohen akute Entzündungen, die sich durch starke Schmerzen, tränende Augen und das Gefühl, die Augen kaum offen halten zu können, äußern.
Gläser mit integriertem UV-Filter beugen dem vor. Die meisten Sonnenbrillen schützen die Augen ausreichend - die Hersteller dokumentieren dies durch Kennzeichnungen auf dem Brillenbügel wie "UV 400", die Norm "EN1836:2007" oder das CE-Kennzeichen. Leider werden diese Zeichen nicht von einer zentralen Stelle vergeben und können leicht nachgeahmt werden. Wer sichergehen will, dass die Brille ausreichenden Schuz bietet, kann sie von entsprechendem Fachpersonal auf ihren UV-Schutz prüfen lassen oder kauft sie gleich im Fachhandel.

Selbsttönende (phototrope) Gläser

Eine Sonnenbrille kann auch mit Gläsern ausgestattet werden, die sich je nach Lichtintensität in der Umgebung stufenlos verdunkeln oder aufhellen. Der Verdunklungsprozess wird vor allem durch UV-Strahlen hervorgerufen.
Für Autofahrer heißt das, dass die Gläser sich eventuell nicht ausreichend verdunkeln, um vor dem grellen Sonnenlicht zu schützen, da die Scheiben des Autos bereits einen Teil der Strahlung filtern.
Eine Brille mit phototropen Gläsern, die über längere Zeit am Tag getragen wird, sollte mindestens drei Viertel des Lichts durchlassen. Wird sie beim Autofahren genutzt, muss es noch mehr sein. Auch eine Entspiegelung der Gläser ist empfehlenswert, um sicherzugehen, dass bei Dunkelheit die maximal mögliche Lichtmenge an die Augen gelangt. Sowohl konstant getönte als auch phototrope Gläser können mit einer Korrektion für Fehlsichtige ausgestattet werden. Welche Glasvariante optimal schützt und gleichzeitig für scharfe Sicht sorgt, kann im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs mit entsprechendem Fachpersonal ermittelt werden.

Alternativen zu Filtergläser, Blend- und Sonnenschutz

Clips als Alternative zur Korrektionssonnenbrille

Vorneweg: Eine Alternative zu Filtergläsern als Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne gibt es nicht. Auch wer Kontaktlinsen mit integriertem UV-Filter trägt, muss die Augen zusätzlich mit einer Sonnenbrille schützen.
Menschen mit Sehschwäche können ihre Alltagsbrille mit Hilfe eines getönten Clips zur Sonnenbrille "aufrüsten". Der Vorteil des Filterclips besteht darin, dass man sich keine zusätzliche Sonnenbrille mit Dioptrien zulegen muss.
Stattdessen wird der Clip auf die eigene Brille aufgesetzt. Nachteil ist die geringe Abschirmung. Um ausreichend vor UV-Licht zu schützen, sollte eine gute Sonnenbrille nah am Kopf liegen und auch den seitlichen Einfall des Lichts verhindern. Korrektionsbrillen für den täglichen Gebrauch haben aber nur selten die entsprechende Form.
Eine weitere Lösung stellen Überbrillen mit Filtergläsern dar, die über der Korrektionsbrille getragen werden können. Diese können leicht auf- und abgesetzt werden, beispielsweise beim Betreten dunklerer Räume, bei der Durchfahrt von Tunneln oder in ähnlichen Situationen, in denen die Sonnenbrille nicht benötigt wird.

Kosten zu Filtergläser, Blend- und Sonnenschutz

Der Preis für Filtergläser ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem spielt eine Rolle, wie die Gläser mit dem UV-Schutz versehen wurden: Gläser mit aufgedampfter Schutzschicht kosten weniger, die Schicht kann sich aber auch schneller abnutzen. Ist die Schutzschicht direkt im Material integriert, schlägt sich das auch im Preis nieder. Gleichzeitig ist diese Variante aber haltbarer. Wie bei einer "normalen" Brille auch werden die Kosten für Filtergläser nicht oder nur in klar definierten Ausnahmefällen von der Krankenkasse übernommen.

Links zu Filtergläser, Blend- und Sonnenschutz

Kuratorium Gutes Sehen e.V.
http://www.sehen.de/brillen/brillenarten/sonnenbrille/


http://newsroom.sehen.de/uv-strahlung-bei-wolkenhimmel-gute-sonnenbrillen-schutzen/
Autor: Thiede, Katja17.09.2015

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