Brillenglas-Vergütungen

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Methode zu Brillenglas-Vergütungen

Veredelungen

Brillenglas-Veredelungen machen eine Brille nicht im wörtlichen Sinne "edler". Vielmehr schützen sie Kunststoffgläser vor verschiedenen Umwelteinwirkungen und machen sie so alltagstauglicher.

Von innen nach außen wird das Glas mit drei verschiedenen Schichten versehen:
  • Hartschicht
  • Entspiegelungsschicht
  • Überzug ("Topcoat").
Höherwertige Beschichtungen bestehen meist aus mehreren Veredelungsschichten, die zudem optische Eigenschaften aufweisen. Bei manchen Glastypen kann der Brillenträger selbst wählen, welche Art der Veredelung ihm sinnvoll erscheint.
Es gibt aber auch Gläser, die schon bei der Herstellung entsprechend veredelt werden und dann auch nur als "Komplettpaket" erhältlich sind.

Hartschicht

Kunststoffgläser sind von Natur aus weicher und anfälliger für Kratzer als mineralische Gläser. Ein zerkratztes Brillenglas sieht nicht nur unschön aus, es mindert auch die Sehqualität erheblich. Um Kunststoffgläser härter und damit widerstandsfähiger zu machen, werden sie mit einer zusätzlichen Hartschicht ausgestattet. Diese wird entweder auf das geschliffene Glas aufgedampft, auflackiert oder entsteht in einem chemischen Prozess.

Die Vorteile der Hartschicht im Überblick
  • Die Brillengläser sind resistenter gegen Kratzer und Pflegespuren
  • Aufgrund der geringeren Kratzempfindlichkeit ist die Pflege der Gläser einfacher
  • Die Lebensdauer der Brillengläser wird erheblich verlängert
  • Die optische Abbildungsqualität bleibt (länger) erhalten.

Entspiegelungsschicht

Die Oberfläche von Brillengläsern reflektiert einen Teil des auftreffenden Lichts, statt dieses vollständig zum Auge durchzulassen. Die Folge: Weniger Licht gelangt auf die Netzhaut, die Umgebung erscheint nicht so hell, wie sie tatsächlich ist.
Auch Spiegelungen können auftreten, die sowohl den Brillenträger als auch den Betrachter irritieren. Gerade beim Autofahren können sie zu Verunsicherung führen und stellen ein echtes Sicherheitsrisiko dar. Eine Entspiegelungsschicht mindert diese Effekte und erhöht die Lichtdurchlässigkeit des Glases. Der Brillenträger nimmt seine Umgebung deutlicher und kontrastreicher wahr.
Die Entspiegelung setzt sich aus mehreren Einzelschichten zusammen - bei Mineralgläsern sind das im besten Fall vier bis acht, bei Kunststoffgläsern können es bis zu zehn sein. Dies wird dann als "Superentspiegelung"bezeichnet. Das Sehen durch diese "vollentspiegelten" Gläser kommt dem natürlichen Sehen, also dem ohne Brillenkorrektur, am nächsten. Die Entscheidung für entspiegelte Gläser ist umso wichtiger, je höher die Glasstärke und damit die Lichtbrechung des Glases ist. Gerade für Autofahrer sollten sie zur "Standardausrüstung" gehören.

Verspiegelungsschicht

Das Gegenteil einer Entspiegelung ist die Verspiegelung. Sie verringert die Lichtmenge, die durch das Glas auf das Auge gelangt und kommt oft bei Sonnenbrillen zum Einsatz.

Überzug ("Topcoat")

Um die Oberfläche des Brillenglases zu glätten, wird diese mit einer teflonartigen Abschlussauflage versehen, der "Topcoat"- oder "Cleancoat"-Schicht. Dadurch wird das Glas nicht nur schmutzabweisend, sondern beschlägt auch weniger schnell.

Die Vorteile der "Topcoat"-Schicht im Überblick
  • Staub und Schmutz haften nicht so leicht am Brillenglas.
  • Wasser perlt ab, was für stets freie Sicht auch bei Regen sorgt.
  • Die Gläser lassen sich leicht reinigen.
  • Die Gläser haben eine längere Lebensdauer, da sie gegen Schmutz und Kratzer geschützt sind.

Alternativen zu Brillenglas-Vergütungen

"Richtiges Glas" statt Kunststoff

Auch wenn Kunststoffgläser auf dem Vormarsch sind, besteht nach wie vor die Möglichkeit, sich eine Brille mit mineralischen Gläsern fertigen zu lassen. Diese sind auch ohne zusätzliche Hartschicht recht unempfindlich und kratzfest. Zudem sind sie etwa fünf- bis siebenmal beständiger gegen Abrieb als Kunststoffgläser. Allerdings können sie leichter zu Bruch gehen. Auch Mineralgläser können mit einer Ent- oder Verspiegelung sowie mit einer zusätzlichen Schutzschicht ("Topcoat") versehen werden.

Kosten zu Brillenglas-Vergütungen

Veredelungen kommen vor allem bei Kunststoffgläsern zum Einsatz. Diese sind in der Regel kostenintensiver als Mineralgläser. Die verschiedenen Veredelungsschichten lassen den Preis für das Brillenglas steigen, je nachdem, welche "Zusatzausstattung" gewählt wird. Doch Material und Veredelung sind nicht alles, eine Rechnung à la "Glastyp + Vergütung = Preis" läuft schnell ins Leere. Denn um die optimale Brille zu finden, bedarf es vor allem eines ausführlichen Beratungsgesprächs, bei dem sich der Fachmann ein genaues Bild von den individuellen Sehgewohnheiten des zukünftigen Brillenträgers, seinen physiologischen Gegebenheiten sowie seinen persönlichen Wünschen in Bezug auf gutes Sehen macht.
Das so ermittelte "Profil" ermöglicht es dem Fachmann dann, aus der Vielzahl an Glasvarianten und Veredelungen die optimale Korrektionslösung zusammenzustellen, die für scharfe Sicht sorgt, sich angenehm anfühlt und lange hält - und die sich im Idealfall auch mit den finanziellen Möglichkeiten des Trägers deckt.
Autor: Thiede, Katja16.09.2015

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